Demnächst bei Kosmos Kind: «Auf die Väter kommt es an!» Wir freuen uns auf den Vortrag von Prof. Lieselotte Ahnert am 8. September!
Ab Geburt werden Kinder durch das Denken, Fühlen und Handeln ihrer Väter intensiv geprägt. Doch was genau macht eigentlich einen guten Vater aus? Lieselotte Ahnert wird in ihrem Kosmos Kind-Vortrag am 8. September (18.30 Uhr) wichtige Erkenntnisse aus der eigenen und der internationalen Väterforschung vorstellen. Die renommierte Forscherin, die u.a. an der Universität Wien lehrte und dort eine grosse entwicklungspsychologische Forschungs- und Lehrabteilung leitete, wird zudem Antworten auf zentrale Fragen der Vater-Kind-Beziehung geben: Was machen Väter anders als Mütter? Was können nur sie leisten, und welchen Effekt hat das auf die Kinder? Und wie kann Vaterschaft während der kindlichen Frühentwicklung besser umgesetzt werden?
Wie gelingt ein Unterricht, der die Entwicklung der Kinder in den Mittelpunkt stellt? Und was bedeutet «entwicklungsorientiert» konkret im Schulalltag? Diese Fragen stehen im Zentrum unserer Jahrestagung «Entwicklungsorientierung im Schulfeld». Mit dieser pädagogischen Fachtagung am 12. September 2026 bietet unsere Akademie allen, die Lernen ganzheitlich gestalten wollen, eine Plattform für Begegnung von Wissenschaft und Praxis.
In den letzten 15 Jahren wurde in weiten Teilen der USA sowie in Kanada der Cannabis-Markt neu reguliert. Auch in der Schweiz wurde ein Gesetzentwurf zur Legalisierung des Cannabis-Handels lanciert. Dabei steht vor allem der Jugendschutz im Zentrum der Debatte, da Studien zufolge das Sucht- und Schadenspotenzial des Cannabiskonsums bei Jugendlichen deutlich höher ist als bei Erwachsenen. Das Vortragsvideo von Boris Quednow gibt einen Überblick über die Wirkungen und Folgen des Cannabiskonsums und bietet Eltern Handlungsempfehlungen, wenn sie bei ihrem Kind einen Suchtverdacht haben.
Unser Kursangebot Kosmos Familie richtet sich an allein und gemeinsam erziehende Eltern, an Grosseltern sowie an andere nahe Bezugspersonen. Die Psychotherapeutinnen Fabienne Eberle und Jeanine Violette aus unserer Beratungsstelle beantworten individuelle Anliegen auf der Basis von Erkenntnissen aus der entwicklungspädiatrischen und -psychologischen Forschung. Im Fokus des Kurses am 23. September stehen die vielfältigen Herausforderungen im Jugendalter. Der Kurs ist auf max. 10 Teilnehmende limitiert.
Unser CAS bietet Lehrpersonen im Zyklus 1 und 2 fundiertes Fachwissen zur kindlichen Entwicklung sowie ein grosses Spektrum an individuellen Fördermöglichkeiten für Schüler:innen. Der nächste Durchgang startet im September 2026. Interessent:innen empfehlen wir die Teilnahme an unserer virtuellen Infoveranstaltung: Am 19. August 2026 (12.30 bis ca. 13.30 Uhr) wird Ihnen die Studiengangsleitung alles Wissenswerte über die Ziele, den Ablauf und die Inhalte des CAS erläutern und individuelle Fragen beantworten.
Warum steigt die Zahl der Schulabsentismus-Fälle seit einigen Jahren so stark an? Dr. Silvia Meyer stellt in diesem Video die neuesten Forschungserkenntnisse vor und beleuchtet Ursachen sowie Risikofaktoren aus den verschiedenen Systemen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen – wie Schule, Familie, Gleichaltrige und auch gesellschaftliche Strukturen. Dabei werden u.a. Einflüsse wie Über- oder Unterforderung in der Schule, Schwierigkeiten in der Erziehung oder auch Mobbing genauer betrachtet und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Risikofaktoren aufgezeigt. Neben Beispielen aus der praktischen Arbeit mit Familien erörtert die Kinder- und Jugendpsychologin auch mögliche Interventionsmassnahmen.
Kann man Kinder ohne gelegentlichen Zwang oder Durchsetzung erziehen? Wann entspricht dies dem notwendigen Einfordern von Anpassung oder dient ihrem Schutz – und wann ist es Gewalt? Antworten auf diese Fragen gibt das Vortragsvideo von Katharina Hardegger. Die Psychologin vom Marie Meierhofer Institut für das Kind (MMI) betrachtet dabei die Spannungsfelder, in denen sich Eltern im Erziehungs-Alltag bewegen: «Sie sind gefordert, eine sinnvolle Balance zwischen Mitsprache und elterlicher Bestimmung sowie zwischen Kindeswille und Anpassung zu finden.» Diesen Dilemmata geht der Vortrag nach und diskutiert mögliche hilfreiche Haltungen von Eltern im hektischen Erziehungsalltag.
In seinem Vortrag beleuchtet Prof. Dr. Michael von Rhein anhand der aktuellen Studienlage und eigener Daten, aus welchen Gründen ADHS-Abklärungen heute viel häufiger stattfinden als früher. Zudem widmet er sich der Frage, ob unsere Gesellschaft speziell in Schule und Ausbildung bereit ist, auf die individuelle Variabilität der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einzugehen. Und letztlich geht es auch darum, was Eltern und Fachpersonen tun können, um einen besseren Umgang mit betroffenen Kindern zu finden: Was schützt vor Überforderung? Wie kann man ein gutes Umfeld schaffen und ein verlässliches Netz bauen, das trägt?
Fabian Grolimund ist Psychologe und Co-Leiter der Akademie für Lerncoaching in Zürich. Er ist Autor mehrerer Bücher – darunter «Clever lernen» für Jugendliche ab elf Jahren und «Erfolgreich lernen mit ADHS und ADS». Fragt man Kinder und Jugendliche nach ihren Lernstrategien, kommt oft die Antwort: «Ich lese den Stoff mehrmals durch und hoffe, dass genügend hängen bleibt.» Der Frust, dass diese Strategie nicht zum gewünschten Erfolg führt, könnte ihnen – so Fabian Grolimund – mit ein wenig mehr Wissen über wirksames Lernen erspart bleiben. In seinem Vortragsvideo vermittelt er Eltern und Lehrpersonen die wichtigsten allgemeinen Prinzipien aus der Gedächtnis- und Lernforschung, mit denen man sich Inhalte rascher einprägen, besser mit vorhandenem Wissen vernetzen und langfristig merken kann.
«Unser Kind hört einfach nicht auf uns», berichten viele Mütter und Väter. «Egal, ob wir eine Belohnung in Aussicht stellen oder eine Konsequenz androhen: Wir kommen immer schlechter miteinander klar.» Oft bewegen sich solche Familien in einem Teufelskreis aus Belohnung und Strafe, Macht und Ohnmacht. Um aus diesen Kreisläufen auszusteigen und das hochbelastende Gefühl der Machtlosigkeit zu bewältigen, ist es für Eltern wichtig, Ohnmachts- und Überforderungszeichen an sich selbst und ihrem Kind zu erkennen und Handlungsalternativen zu entwickeln. Oliver Dierssen zeigt in diesem Vortragsvideo anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen, wie sich Eltern von Ohnmachtsgefühlen befreien und Konfliktsituationen gelassener bewältigen können.
Schreien ist die erste Sprache von Säuglingen, mit denen sie ihre Empfindungen und Bedürfnisse ausdrücken. Doch was tun, wenn das Schreien exzessiv wird und Eltern nicht mehr wissen, wie sie ihrem Kind helfen können? Neben den Herausforderungen, mit denen Paare angesichts vom idealen Bild des Elternseins konfrontiert sind, erläutert der Sozialpädagoge und Psychotherapeut Egon Garstick eine ganzheitliche Sicht auf die Problematik, die nicht nur auf die Symptome des Schreiens fokussiert, sondern auch die Familiendynamik betrachtet. Egon Garstick entwickelte u.a. die Elternschafts-Therapie und etablierte am Zürcher Stadtspital Triemli die pädiatrisch-psychotherapeutische Schreibaby-Sprechstunde.
Die Heterogenität von Lerngruppen stellt viele Schulteams vor grosse Herausforderungen. Mehr Handlungskompetenz der Lehrpersonen und somit eine Entlastung aller Beteiligten lässt sich durch Kenntnisse über variable Entwicklungsverläufe und diverse Störungsbilder erreichen – das ist das Credo unserer Weiterbildung «Entwicklungsorientierte Schule». Sie bietet Schulen aller Stufen neben einem interdisziplinären Wissensfundus auch Empfehlungen für die Anwendung passender Lehr- und Lern-Arrangements im Unterrichtsalltag.
Dr. Barbara Studer ist Psychologin und Neurowissenschaftlerin. In ihrem Kosmos Kind-Vortrag am 19. Mai (18.30 Uhr) wird sie zentrale Erkenntnisse aus der Gehirnforschung über neurodivergente Informations-Verarbeitung, Aufmerksamkeit und emotionale Regulation vorstellen. Welchen Einfluss haben Bildschirm-Medien und welche Faktoren können das Wohlbefinden, die Kreativität und das Lernen fördern? Die Autorin («Hirnpower») möchte zudem aufzeigen, wie wir Umgebungen gestalten können, die neurodivergente Kinder stärken und in denen unterschiedliche Denk- und Wahrnehmungsweisen als Bereicherung statt als Abweichung verstanden werden. Sie können sich auf der Warteliste eintragen. Wir benachrichtigen Sie gerne, sobald Tickets verfügbar sind.
Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter gehören zu den häufigsten psychischen Störungen in dieser Altersgruppe. Für die betroffenen Kinder und deren Familien sind Zwangsgedanken und Zwangshandlungen extrem belastend und können dazu führen, dass sie den Kindergarten, die Schule oder die Ausbildung nicht mehr besuchen. Oftmals wird auch der Familienalltag der Zwangssymptomatik untergeordnet. Warum eine frühe Diagnose wichtig ist und wie wirksame Interventionen den Leidensdruck für die ganze Familie reduzieren können, erklärt die Professorin für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Video!
Über die Bedürfnisse von Kindern wird heute viel geredet. Aber wie lassen sich diese mit den Bedürfnissen der Familie und der Eltern unter einen Hut bringen? Und werden Kinder wirklich dadurch stark, dass ihre Bedürfnisse immer erfüllt werden? «Es fällt auf, dass derzeit oft Klagen dominieren: Eltern seien am Rande des Burnouts, Kinder überfordert und orientierungslos», konstatiert Dr. Herbert Renz-Polster, der sich seit vielen Jahren als Kinderarzt, Wissenschaftler und Publizist in der Erziehungs-Debatte engagiert. Im Vortrag geht er der Frage nach, welche Begleitung Kinder suchen.
Dr. Claus Koch arbeitet als Diplompsychologe seit vielen Jahren therapeutisch mit Kindern und Jugendlichen. Der Bindungsexperte ist Autor zahlreicher Fachartikel und Bücher zur psychischen Entwicklung im Kindes- und Jugendalter.
Jedes Kind ist von Beginn seines Lebens an auf der Suche nach Bindung, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Dr. Claus Koch erläutert auf der Grundlage bindungstheoretischer Überlegungen, wie wir eine bindungsfreundliche Familienatmosphäre erschaffen können und wie Kitas und Schulen zu bindungssicheren Orten werden. Der Vortrag zeigt an konkreten Beispielen auf, warum positive Bindungserfahrungen einerseits den Lebenshorizont von Kindern erweitern und andererseits Jugendliche und junge Erwachsene – verbunden mit elterlicher Präsenz – vor tiefen Lebenskrisen und Persönlichkeitsstörungen schützen können.
Wie können Eltern und Fachpersonen die junge Generation unterstützen, damit sie Herausforderungen bestmöglich meistern kann? Was hilft Paaren, in ihre neue Rolle als Eltern zu finden? Welche Bedeutung hat Bindungsqualität, und wie geht man in einer Familie mit Konflikten um? Fundierte Antworten auf diese Fragen bietet unser Vortragszyklus: Renommierte Expert:innen vermitteln fundierte Erkenntnisse aus Wissenschaft & Praxis über Kindheit, Elternsein und Familienleben – alltagsnah, inspirierend und im Dialog mit dem Publikum.
Franziska Bobillier ist auf kinder- und jugendpsychologische Trauerbegleitung spezialisiert und veröffentlichte 2022 zu diesem Thema ein Fachbuch im Hogrefe Verlag. «Bei einem Todesfall im nahen Umfeld fühlen sich viele Eltern überfordert – zwischen eigener Trauer und dem Wunsch, im Umgang mit dem trauernden Kind alles richtig zu machen», erläutert die Kinder- und Jugendpsychologin im Video zu ihrem Kosmos Kind-Vortrag. Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene. Wenn wir diese Unterschiede kennen und verstehen, kann dies eine grosse Ressource für das trauernde Kind, seine Familie und Bezugspersonen sein: «Wir können viel von der Art, wie Kinder trauern, lernen!»
«Die nationalen und internationalen Daten zeigen bei jungen Menschen einen alarmierenden Anstieg von Depressionen, selbstverletzendem Verhalten und Identitätsproblemen», so Dr. Gregor Berger. In seinem Kosmos Kind-Vortrag stellt der langjährige Leiter des Notfallzentrums KANT an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich die Herausforderungen bei verschiedenen Störungsbildern sowie im Krisen-Management vor – mit einem besonderen Fokus auf das Thema Suizidalität. «Ich betrachte Krisenarbeit nicht nur als kurzfristige Hilfe, sondern vor allem als Chance, langfristig unterstützende Massnahmen zu entwickeln.»
«In den ersten Lebensjahren entdecken Kinder – insbesondere auch im Spiel – ihr Geschlecht und legen die Basis ihrer Geschlechtsidentität», erläutert die Pädagogin Annika Butters im Vortragsvideo. Sie probieren sich aus und beobachten ganz genau, wie Erwachsene darauf reagieren und mit dem Thema «Geschlecht» umgehen. Diese Erfahrungen prägen ihre Vorstellungen von Geschlecht und beeinflussen ihre Identität nachhaltig. «Daher ist ein gendersensibler Umgang mit Kindern eine sehr wichtige Erziehungsaufgabe von Eltern und Fachpersonen», betont die Fachexpertin vom Marie Meierhofer Institut für das Kind (MMI).